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Ich kann mir nicht helfen, egal was es ist, dass sich mit Microsofts Font von Vincent Connare “schmückt”, es sieht unseriös und scheiße aus. Mal im Ernst würdet ihr einen Vertrag unterschreiben der in dieser Schriftart gehalten ist? Erst Ende Sommer 2009, als ich Urlaub machte, sah ich mich verfolgt von dieser Grotesk-Schriftart. Und als ich dann am Ende des Tages in einem an sich lauschigen Restaurant Platz nahm und mir die Speisekarte gereicht wurde, musste ich mit Entsetzen feststellen das auch diese mit Comic Sans gestaltet war. Es ist diese Art Speisekarten, die neben unappetitlichen, selbstgeschossenen Fotos vom hauseigenen Essen, die aussehen als hätten die Bilder drei Tage Farbentzugskur in purem UV-Licht gemacht, dein Sichtfeld regelrecht mit einem überladenen Standard-Repertoire von Clip-Arts aus 90er Jahre Heft-CD-Sammlungen á la „CD Info“ oder „Computer Easy“ zukacken. [Alles anzeigen]
Hier ein paar (zumindest für Außenstehende) lustige bis dreiste Aussagen von Kunden verschiedener Designer:
“Can you call Google and ask them when the website will show up in the search results?”
“Here, I really like Apple’s logo, so I’ve taken their logo and put our name under it.”
“I need 365 all-new, original ‘Far-Side’-esque cartoons for a daily calendar. I can pay $200.”
“Our web application support team doesn’t know html or javascript, can you redo the project so you aren’t using those?”
“We want all of your illustrations to look more like clip art.”
“Is there a font that’s even more whimsical than Comic Sans”
So schwer haben es Designer im Alltag. Täglich mehr davon bei clientsfromhell.
Die in den 80ern von Habro auf den Markt geschmissenen immergleichen Spielfiguren aus der Reihe “My Little Pony” mal anders interpetiert…
Ich hab mir jetzt mal die Mühe gemacht und die Grundform von den Frosty Faces Papertoys als Blanko-Version gearbeitet. Wer Lust hat, kann diese ja gemäß seiner individuellen Vostellungen gestalten. Ergebnisse bitte direkt an culture industries: ci_custom_ice [at]dropser.de
Weitere Variationen der mit “Franky” begonnen Papertoy-Reihe kommen auch bald von mir.
“Die Menschen haben aus Gottes schöner Welt ein Bordell gemacht” (Freier in ACCATTONE, Pasolini, Italien 1961)
von H. Götte
Das Mündungsfeuer der Waffe hört sich nicht nur verdammt nah an, auch scheint es bis in die zweite Zuschauerreihe zu ragen. Der Soldat, der es abfeuert hingegen, gleicht eher einer jämmerlichen Karikatur seiner selbst, einer Action-Figur aus dem Supermarkt zu Kinderzeiten. Die (gar nicht mal so) neue 3D-Technik des Kinos hat Vorteile und Nachteile, die immensen Investitionskosten dieser Entwicklung noch nicht mal mit eingerechnet. Wie die fast schon obligatorische Handy-Neuerfindung im zwei Jahres Takt, passend zur durchschnittlichen Vertragslaufzeit, so hat auch endlich die seit Jahren nörgelnde Kinoindustrie ein neues Alleinstellungsmerkmal, eine Form stofflicher Gebrauchswert, der (noch) nicht die Datenautobahnen als “Schwarzkopie” entlang gleiten kann. Selbstverständlich ist schon aus Gründen der Konkurrenz diese Besonderheit zum Scheitern verurteilt, die ersten “echten” 3D Fernseher bereits für das Frühjahr 2010 angekündigt. [Alles anzeigen]
Bevor ich zum letzen Teil der Urban Toy-Doku komme, hier vorab schonmal ein paar Impressionen der fertigen Figuren inklusive Verpackung…die jetz kürzlich zu Weihnachten unterm Baum gelandet sind
…
Zu den Bildern (v.l.n.r.):
(1) Hier die Verpackung im Enstehungsprozess. Sie ist aus Tonkarton. Das Logo sowie etwaige Beschriftung (die man hier noch nicht sieht) ist per Siebdruck aufgebracht.
(2) Hier die fast fertig bemalten Figuren. Verwendet habe ich dazu die normalen “Citadel” – Acrylfarben von “Games Workshop”. Da ich die Farben auch benutze um Miniaturen zu bemalen und auch schon andere getestet habe, kann ich persönlich sagen, dass ich sie bisher am besten finde. Sie decken gut (Grundierung vorrausgesetzt) und trocknen sehr schnell. Aber bei Farben scheiden sich eh die Geister, also guckt selber womit ihr am meisten zufrieden seid.
(3) So hier das Endergebnis. Wie man sieht hat alles noch Ecken und Kanten. Aber ist halt auch D.I.Y.
.Ohne hier die obligatorische Ausrede nehmen zu wollen, ist es mit zudem nicht gelungen die Wirkung der Figuren in ein Foto einzufangen. Sie sind 5,5cm x 2,5cm groß, wodurch die Farbe im Original auch nicht so unsauber wirkt, wie hier in der Großaufnahme.
(4) Und nochmal das Ganze im Gesamtbild mit fertiger Verpackung.
Nachdem der Prototyp fertig war musste ich ihn jetzt nur noch abformen. Dazu hatte ich mich schließlich für die Eis-Figur entschieden. Das andere Toy werde ich bei Zeiten mit dem -bereits unter “Material” benannten- anderen Silikon-Kautschuk und Gießharz anfertigen und nochmal berichten, wo die (eventuellen) qualitativen Unterschiede liegen.
a. Vorbereiten
Als erstes benötigte ich eine Grundform und nahm ein altes Tetrapak dafür. Ich schnitt mir mit einem Cutter einfach ein Stück daraus, sodass ich vier zusammenhängende Seiten erhielt, die mir als Begrenzungsrahmen dienen sollten. Dazu schnitt ich noch einen etwas größeren Quader aus den ich mit Klebeband als Boden fixierte. Aber bevor ich hier weiter krampfhaft versuche etwas mit Text zu verbildlichen -seht einfach selbst: