• 20Jan

    Designer Toys herstellen 2.0 – Erste Abgüsse

    Bevor ich zum nächsten Video (Formenbau/Abgießen) im Rahmen dieser Produktion komme, möchte ich schon einmal vorab die ersten Ergebnisse präsentieren.

    Ich bin weitestgehend zufrieden damit. Nur leider gab es einige Probleme mit der Gußform der Arme. Hier habe ich die Luftkanäle ungünstig gesetzt, sodass es immer wieder zu großen Luftblasen kam. So wie es aussieht muss ich diese Form nochmal neu abgießen :/.

    Ansonsten hat alles super funktioniert, sodass ich euch im nächsten Video zeigen kann, wie man mit dem Silikonkautschuk „OOMOO 30“ perfekte Abgüsse erzielen kann. Ich finde das Zeug wirklich super. Bislang kam es bei keiner Form zu Luftblassen und das ohne Vakuum.

    Auch „Smooth Cast 300“ hat hier wieder gute Dienste geleistet. Mich fasziniert einfach immer wieder, dass man mit zwei Flüssigkeiten Kunststoff herstellen kann. Noch heute werde ich mit aber das (zumindest einzeln) kostengünstigere „Biresin G26“ bestellen, das bei „Oakor“ von „Tesselate“ zum Einsatz kam. Mal sehen ob es mithalten kann.

     

     

Diskussion - 4 Beiträge

  1. 3. April 2012 um 12:45 Uhr

    Danke für die ausführlich Antwort! Mich hätte dann noch interessiert, welches »Werkzeug« du genommen hast um männchen/weibchen zu machen.
    »Weibchen« erscheint mir recht einfach. Da muss man ja nur einen Gegenstand in die Urform drücken. Aber das »Männchen«? Hast Du das dann pi x Daumen nachmodelliert. Oder dann erst eine extra Verbindung gegossen? (Die wäre dann ja evtl. zu passgenau und relativ locker?)

    Weil Du auch von PUR-Kautschuken sprichst: Sind das die, die dann so leicht gefrostet bzw. sandgestrahlt von der Anmutung her sind? Manche Figuren sind von der Haptik in so einem Material. Bekommt man das selber auch hin. (Weißt Du, was ich meine?)

    Vielen lieben Dank für die ganzen Infos!
    (P.S. Falls es einen technischen, weniger sexistischen Fachbegriff für männchen/weibchen Steckverbindung gibt: Ich kenne ihn nicht.)

    • 4. April 2012 um 13:11 Uhr

      Kein Problem ;)

      Einen besseren Fachbegriff für die Elemente von Steckerverbindungen kenne ich leider auch nicht.

      Wie genau PUR-Kautschuk sich anfühlt weiß ich ebenfalls nicht. Ich gehe aber auch von einer „raueren“ Oberfläche aus. So ähnlich einem Radierer (?). Wobei Silikonkautschuk z.B. Aalglatt wird.
      Ich wollte -wenn ich nach Ostern mal wieder Luft dazu habe- ohnehin mal mit Kautschuk gießen. Dann kann ich ja mal hier berichten.

      Solltest Du das Ganze mal versuchen, würden mich Deine Erfahrungen mit Kautschuk ebenso interessieren. Also wenn bitte ebenso(hier) berichten ;).

      Viele Grüße

  2. 2. April 2012 um 14:23 Uhr

    Hey, war wirklich bitter nötig, dass es gute Tutorials für DIY-Toys mal auf deutsch gibt!

    Bei Deinen letzten Figuren: Kann man da den Kopf und die Arme drehen?

    Wie hast Du denn da die määnchen/weibchen Steckverbindung gemacht? Weil es muss ja auch ein bisschen »zu eng« sein, damit das schön fest sitzt?

    Hat das Material im augehärtetem Zustand noch etwas Flexibilität oder ist es sehr steif, dass es auch brechen könnte?

    Liebe Grüße
    Jan

    • 2. April 2012 um 16:23 Uhr

      Hey Jan

      Ersteinmal danke für Dein Feedback!

      Da sprichst Du eine der großen Schwierigkeiten in diesem Projekt an :D.

      Ja, Kopf und Arme sind drehbar. Da diese allerdings einfach nur an den Körper angesteckt werden, sind diese nicht uneingeschränkt beweglich. Die Steckverbindung (Männchen) ist im Abguss der Figur ein Stück größer als die Aussparung der weiblichen Verbindung angelegt. So können die Arme mit etwas Kraft fest an den Körper angesteckt werden (im Zweifel noch etwas feilen). Der Kopf hingegen hält durch die große Steckverbindung sehr gut. Ich packe die Tage mal ein, zwei Fotos von der Grundfigur in Einzelteilen dazu – dann wird das deutlicher.

      Ich habe lange überlegt wie ich das mit der Beweglichkeit am besten lösen soll. Bei Vinylfiguren funktioniert die Verbindung aufgrund des „Hohlgusses“ und der Biegsamkeit etwas besser. So weit bin ich aber noch lange nicht ;). Auch Magnete sind mir schon in den Sinn gekommen. Mal sehen, vielleicht werde ich irgendwann nochmal in diesem Bereich herumexperimentieren. Die jetzige Lösung erschien mir für den Anfang erstmal am praktikabelsten.

      Das Material, welches ich verwendet habe, ist grunsätzlich recht steif. Es hat in etwa die Beschaffenheit von Hartplastik. Also vergleichsweise sehr stabil und stoßfest – aber es kann an dünnen Stellen auch brechen. Einen Fall auf Fliesen o.ä. überstehen die Figuren aber unbeschadet.
      Es gibt andere Sorten von PUR-Kunststoffen die biegsamer bzw. weicher sind (z.B. PUR-Kautschuke wie „VytaFlex“). Mit additiven Weichmacher kann man diesen Effekt ebenfalls erreichen. Bemessen wird diese Eigenschaft auch in Shore-Härte. Ich habe es noch nicht ausprobiert aber man kann sicher auch mit Polyurethangießharz bzw. -kautschuk eine ähnliche Beschaffenheit wie Vinyl erreichen.

      Viele Grüße ;)

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